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Wenn Webdesigner vor lauter Design die Notwendigkeiten aus dem Blickfeld verlieren

in Tipps/Blog,Webdesign,Werbetexten

Wenn Text und Gestaltung gegeneinander arbeitenKürzlich betextete ich die Website eines Kunden, der mit seinen eigenen Texten unzufrieden war. Im Zuge dessen hatte ich mir natürlich auch die bestehende Website angesehen.

Sie war passabel gemacht, hatte jedoch einen Schönheitsfehler:

Das obere Drittel der Website war mit einem Firmenlogo und einen großformatigen Header versehen. Das sah zwar gut aus, nahm aber viel „Verkaufsfläche“, um gleich auf den ersten Blick die Informationen unterzubringen, die nötig sind, um im Internet Kunden zu gewinnen.

Das heißt, um zu den tatsächlich interessanten Informationen zu gelangen, musste der Besucher erst einmal nach unten scrollen. Und das auf jeder Internetseite, die ja alle in diesem Corporate Design gestaltet waren.

Da ich “nur” für den Text zuständig war, versuchte ich meinen Auftraggeber zu überzeugen, seinen Webdesigner wenigstens dazu zu bringen, das große Firmenlogo in die Seite zu integrieren, um so mehr Platz zu gewinnen.

Leider ohne Erfolg

Der Designer insistierte, dass der Gesamt-Look, den er für das Briefpapier und die Firmenbroschüren entworfen hatte, auch 1: 1 für das Webdesign übernommen werden müsse. Was sollen denn bitteschön die Kunden denken, wenn die Website ein wenig anders aussieht als der Geschäftsbrief?!

Tja, was werden die wohl denken?

Wahrscheinlich gar nichts. Aber die Chance, mit der Website tatsächlich neue Kunden zu gewinnen, sind nun gesunken. Schade, denn die Texte sind jetzt ziemlich gut, werden jedoch vom Design ins untere Drittel des Bildschirms weggedrückt.

[ Foto: Brainblogger ]

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