Haben Sie eine Visitenkarte? Na klar, werden Sie sagen, und auf die kleine Papierkarte verweisen mit Ihrem Namen, Ihrem Firmenlogo und Ihren Kontaktdaten.
Diese Visitenkarte vermag Ihnen vielleicht bei Ihrer Geschäftspost hilfreiche Dienste leisten. Beim Networken und zum neue Kontakteknüpfen brauchen Sie jedoch eine ganz andere Visitenkarte …
Halten Sie Ihre verbale Visitenkarte bereit!
Kleines Beispiel: Angenommen, Sie sind auf einer Party oder einer geschäftlichen Veranstaltung. Und Ihr Gegenüber fragt Sie, was Sie denn beruflich so machen. Sagen Sie:
- Ich bin Rechtsanwalt?
- Ich bin Unternehmensberaterin?
- Ich bin XY?
Falls ja, sind Sie schon in die Falle getappt
Denn Ihr Gesprächsparter wird Sie, ob es Ihnen passt oder nicht, sogleich in irgendeine Schublade stecken.
Und zweitens – für Sie weitaus ärgerlicher:
Sie haben mit Ihrem “Ich bin XY” soeben die Chance vertan, Ihre Leistung für den Gesprächspartner interessant zu machen und das Gespräch in Fluss zu bringen.
Gewiefte Networker haben deshalb ihre verbale Visitenkarte stets parat
Eine verbale Visitenkarte sagt Ihrem Gesprächspartner in einem kurzen Satz, was Sie und Ihre Leistungen auszeichnet und wie Ihr Gegenüber von Ihrem Wissen/Können profitieren kann. Diese verbale Visitenkarte trainieren Sie zu Hause in aller Ruhe, um sie sofort aus dem Ärmel, pardon Mund zu zaubern, wenn das Gespräch auf Ihren Beruf kommt.
So entwickeln Sie in 10 Minuten Ihre eigene verbale Visitenkarte:
Beginnen Sie auf keinen Fall mit „Ich bin …“. Statt dessen:
1. Benutzen Sie aktive Verben:
- „Ich helfe kleinen Firmen …“
- „Ich zeige Kunden, wie …“
- „Ich trainiere Golf-Enthusiasten …“
2. Bereichern Sie Ihre verbale Visitenkarte mit Zahlen und Fakten
Dadurch machen Sie Ihre Leistungen für Ihren Gesprächspartner noch konkreter und interessanter. Beispiel:
„Ich zeige kleinen Firmen, wie sie durch Optimierung ihrer Datenbank ihren Umsatz in einem halben Jahr um 30 Prozent steigern können.“
3. Sprechen Sie in Ihrer verbalen Visitenkarte ein Problem an, das viele Menschen bewegt
Drei große Themen, die Menschen immer interessieren, sind:
- Geld verdienen / sparen
- Zeit sparen / besser nutzen
- Gesundheit erhalten / wiedergewinnen
Hier zwei Musterbeispiele für verbale Visitenkarten:
Statt “Ich bin Präsentations-Coach” sagen Sie:
Ich weihe Marketingleute in die 7 Geheimnisse ein, Präsentationen noch überzeugender machen und habe ein System entwickelt, solche Präsentationen in der Hälfte der sonst üblichen Zeit zu erstellen.
Statt “Ich bin Webdesigner” sagen Sie:
Ich helfe Unternehmen, ihre Internetseiten so zu gestalten, dass sie von den Suchmaschinen besser gefunden werden und doppelt so viele Besucher auf die Website locken.
Seien Sie beim Texten Ihrer verbalen Visitenkarte ruhig ein wenig kreativ und üben Sie Ihre Selbstvorstellung so lange im stillen Kämmerlein, bis sie Ihnen locker und sofort über die Lippen kommt, wenn Ihr Beruf zur Sprache kommt.
Noch ein Tipp: Nutzen Sie Ihr Namensschild
Wenn Sie eine Messe oder ein anderes Treffen besuchen, tragen Sie ein Namenssschild, das Sie aus der anonymen Masse hervorhebt und anderen Teilnehmern Anknüpfungspunkte für ein spontanes Gespräch bietet.
Ein Finanzanalyst in den USA hat auf sein Namensschild einfach “MONEY” geschrieben statt seiner eher langweiligen Berufsbezeichnung. An diesem Abend war ein ein vielgefragter Gast.
Auf meinem Namensschild bei den Mailingtagen in Nürnberg stand übrigens “Texter” (siehe oben). Es hat mir viele interessante Neukontakte gebracht.
















