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Kunden gewinnen im Internet: Interview mit Internetcoach Peter Arndt

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Wer im Internet Kunden gewinnen möchte, braucht mehr als nur eine nette Homepage. Er braucht ein Konzept. In diesem Interview zum Thema Kunden gewinnen im Internet plaudert ein Internetcoach aus dem Nähkästchen …



BusinessText Detlef Krause:
Herzlich willkommen, wir sind hier in Hannover, ich freue mich neben mir Herrn Peter Arndt zu begrüßen. Wir haben uns ewig nicht gesehen, wir kennen uns eigentlich nur aus dem Internet. Herr Arndt ist Internet-Coach, sein Thema ist Kundengewinnung im Internet. Herzlich willkommen in Hannover, Herr Arndt.

Peter Arndt: Danke, Herr Krause, schön dass wir uns mal sehen. Wir telefonieren jetzt seit vielen Jahren miteinander, regelmäßig. Ich finde es toll, dass jetzt mal dieses persönliche Treffen zustande kam.

BusinessText Detlef Krause: Absolut. Wir sind ja hier im Wilhelm Busch Museum, übrigens sehenswert in Hannover, und im Internet lese ich über Sie bei Google: „Kunden gewinnen im Internet, die Seiten für Inhaberinnen und Inhaber von kleinen Unternehmen, die mit neuem Marketing und Vertriebsmethoden erfolgreicher verkaufen wollen.“ Also, Ihre Zielgruppe ist …?

Peter Arndt: Meine Zielgruppe sind ganz klar Unternehmer. Ich bin auch auf der anderen Seite in der Konzernwelt tätig, als Trainer und Berater, habe dort aber die Erfahrung gemacht, das Internet ist so schnell, da kommen Konzerne nicht mit.

BusinessText Detlef Krause: Tatsächlich?

Peter Arndt: Ein Unternehmer, der macht heute seine Seite und wenn er sieht, es funktioniert nicht, ändert er das und macht morgen etwas anderes. Bei einem Konzern geht man da durch Projekte und Sitzungen und Abstimmungen und bis das alles durch ist, ist der Zug eigentlich schon vorbei.

BusinessText Detlef Krause: Ok, ja, kann ich bestätigen. Ich habe das auch schon mal hin und wieder mit bekommen. Herr Arndt, wo sehen Sie denn das größte Problem Ihrer Zielgruppe im Internet?

Peter Arndt: Das größte Problem aus meiner Sicht: Die Internetseiten meiner Zielgruppe wurden überwiegend von der Werbeagentur gemacht, die früher die Prospekte gemacht hat.

Das bestätigen mir auch viele. Sie arbeiten seit 15 Jahren mit einer Werbeagentur, die haben Prospekte gemacht, irgendwann hieß es, wir gehen ins Internet, und dann wurden diese Prospekte praktisch 1:1 ins Internet übersetzt. Interaktivität, Dialogaufnahme findet da nicht statt und das ist aus meiner Sicht wirklich das größte Problem.

Weil wenn ich da kein Instrumentarium habe, um die Leute zu erreichen, dann kann ich genauso gut 10.000 Prospekte drucken lassen und die kann ich dann hier im Wilhelm Busch Museum auslegen, alle 10.000, in der Hoffnung, dass irgendjemand das dann nimmt.

BusinessText Detlef Krause: Chancenlos eigentlich, nicht?

Peter Arndt: Richtig.

BusinessText Detlef Krause: Viele haben ja, wie Sie schon sagen, so einen “klassischen” Internetauftritt. Was empfehlen Sie denn da? Ist es sinnvoller, komplett neu zu starten, alles andere Alte zu vergessen oder macht es Sinn, an dem Auftritt, ich sage mal salopp, zu feilen?

Peter Arndt:
Ich starte meistens mit meinen Unternehmern und Unternehmerinnen komplett neu. Ich sage denen, das, was ihr bisher gemacht habt, das lassen wir stehen, da habt ihr ja auch viel Geld für bezahlt, das ist auch gut und jetzt setzen wir parallel ein Projekt daneben und jetzt schauen wir einfach einmal, welches Projekt mehr Kunden bringt.

BusinessText Detlef Krause: Die Antwort ist meistens klar, oder?

Peter Arndt (schmunzelt): Und die Antwort ist immer klar, ja.

BusinessText Detlef Krause: Dachte ich mir schon. Stichwort Social Media, viele hören davon und denken, mein Gott, das auch noch. Ist das sinnvoll? Oder was ist das überhaupt oder was verstehen Sie darunter?

Peter Arndt: Also Social Media ist so ein Schlagwort, ein neuer Hype, wie das Neudeutsch heißt, und was eigentlich drinnen steckt, ist, dass man sich engagiert in Netzwerken, dort Kontakte knüpft und daraus Kunden gewinnt.

Das funktioniert zumTeil, mache ich zum Teil auch, nur jeder Unternehmer, der diesen Weg geht, muss wirklich sehr aufpassen. Zum einen, dass er seine Zeit nicht unnötig verbrät, weil, das erzählen die ganzen Social Media Menschen nicht, es kostet unglaublich Zeit. Und wenn man dann auf die andere Spur geht und sagt, ok, ich schaffe mir Automatiken an, die das alles für mich erledigen, dann lebt das Ganze nicht mehr, dann fehlt was.

BusinessText Detlef Krause: Dann ist es nicht mehr Social, dann ist das …

Peter Arndt: Ja. Dann ist es, Automat schreibt Automat.

BusinessText Detlef Krause: Sagen wir mal, wenn ich jetzt als Unternehmer nur eine Sache machen könnte, mit meiner Internetseite, was aus Ihrer Sicht wäre das Wichtigste? Ich weiß, es ist eine schwierige Frage, aber vielleicht gibt es so ganz spontan etwas, was viele vielleicht aus Ihrer Sicht nicht ganz optimal machen?

Peter Arndt: Das Wichtigste besteht aus meiner Sicht darin, dass Sie eine Möglichkeit schaffen, einen Dialog aufzubauen. Das ist das Allerwichtigste.

BusinessText Detlef Krause: Zum Beispiel?

Peter Arndt: Zum Beispiel indem Sie eine bestimmte Zielgruppe bedienen und der Prozess sieht dann folgendermaßen aus: Sie werden gefunden bei Suchmaschinen wie Google oder irgendwelchen anderen. Da steht dann drinnen, jetzt in Ihrem Fall, Detlef Krause, der Business-Texter.

Dann kommen die auf Ihre Seite und finden dann gleich so ein kleines E-Book, einen Report, die acht Sünden des Werbetextens. Und wenn derjenige diesen Köder, so nenne ich das immer, wenn der den Köder schnappt, dann kriegen Sie im Gegenzug Ihre E-Mail-Adresse oder die E-Mail-Adresse des Besuchers und dann haben Sie die Chance, Kontakt aufzubauen.

Damit binden Sie Beziehungen, Sie bauen Vertrauen auf und irgendwann haben Sie die reale Chance, dass der Mensch dann Kunde wird.

BusinessText Detlef Krause: Ok, leuchtet mir natürlich ein. Also eine Aufgabe wäre wirklich als Erstes ein Tool zu schaffen, eine Möglichkeit zu schaffen, wie man einen Dialog aufbauen kann?

Peter Arndt: Jawohl.

BusinessText Detlef Krause: Guter Hinweis. Wobei wahrscheinlich auch noch die Kunst darin liegt, den Dialog danach auszubauen, oder?

Peter Arndt: Ja klar.

BusinessText Detlef Krause: Es reicht ja nicht zu sagen, ok, jetzt habe ich die E-Mail-Adresse und danke, das war’s. Ich glaube, die Pflege ist auch immer wichtig, oder?

Peter Arndt: Jawohl. Es gibt gewisse Software, die nimmt einem einen Teil der Arbeit ab. Man kann also gewisse Prozesse, hinterher wenn der Köder geschnappt wurde, automatisieren und ich plaudere jetzt einfach aus meinem Nähkästchen:

Wenn Sie zu mir auf die Internetseite kommen, gibt es natürlich auch einen Köder, acht Profi-Tipps, mit dem Sie Kunden im Internet gewinnen. Und wenn Sie diesen Köder schnappen, habe ich Ihre E-Mail-Adresse und dann versorge ich Sie regelmäßig mit Tipps zum Thema Internet, Internet-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Kunden gewinnen im Internet und ich habe ja versprochen, ich plaudere ein bisschen aus dem Nähkästchen, … im Augenblick habe ich die ersten 100 E-Mails, die danach kommen, schon fertig konzipiert.

BusinessText Detlef Krause: Das ist, glaube ich, auch ein wichtiger Punkt. Das heißt, man muss ein bisschen vorausschauend denken, man muss planen und vor allen Dingen darf man wahrscheinlich in diesen Mails auch keine festen Termine reinschreiben, weil die natürlich davon abhängig sind, wann der Text letztendlich versandt wird.

Peter Arndt: Genau. Das ist natürlich ein Kardinalfehler, den nach wie vor einige machen mit diesem Instrumentarium. Die nehmen Fixtermine rein, zum Beispiel nächstes Seminar am 5. August und wenn der 5. August vergangen ist, dann läuft die Serie weiter und nennt immer noch diesen 5. August.

BusinessText Detlef Krause: Ok und spätestens dann merkt auch der Letzte, dass da wohl ein Automat dahinter steckt und der so nette Dialog doch eigentlich sehr profan ist.

Peter Arndt: Genau: … hallo, hier spricht der Automat.

BusinessText Detlef Krause (lächelt): Exakt. Ok, ich denke, das war schon ganz hilfreich an ersten Informationen. Mehr gibt es auf der Seite von Peter Arndt, arndtconsulting.de, werde ich gleich einblenden, und dann kann man das E-Book bei Ihnen ja auch mal runterladen und mal gucken, was da passiert und wie die nächsten 100 Mails dann lauten werden.

Peter Arndt: Gerne, ja.

BusinessText Detlef Krause: Herzlichen Dank, Herr Arndt, für dieses Interview.

Peter Arndt: Ich danke Ihnen, Herr Krause, hat Spaß gemacht und ich freue mich auf das nächste Interview.

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