Für Unilever in Hamburg textete ich eine ganze Broschüren-Serie, die jeweils einen Produktbereich des Unternehmens vorstellt. Wie hier die Fischbroschüre: “Alles Wissenswerte über Fisch”. Textprobe:
FISCH – ein Naturprodukt aus dem Meer
Fische und Meeresfrüchte bringen seit Jahrtausenden eine frische Brise auf den Speiseplan. Und damals wie heute sind sie eine begehrte Delikatesse. Denn Fisch bietet neben viel Abwechslung alles, was man für eine ausgewogene, leichte Ernährung braucht.
Über 2/3 der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt, in deren Tiefen kulinarische Köstlichkeiten locken. Alle großen Kulturen entstanden in der Nähe der Meere. Ob das allein an der gesunden, fischreichen Ernährung lag, ist nicht überliefert. Sicher ist jedoch, dass der Fisch in der Ernährungsgeschichte schon immer eine entscheidende Rolle gespielt hat. Denn Fisch überrascht nicht nur durch seinen abwechslungsreichen Geschmack. Vor allem sein ausgewogener Nährstoffgehalt macht ihn für die tägliche Ernährung besonders wertvoll.
Fisch ist reich an hochwertigem Eiweiß
Fisch bietet, was man bei keinem anderen Lebensmittel findet: Die perfekte Kombination lebenswichtiger Nähr- und Aufbaustoffe. Er ist reich an hochwertigem Eiweiß, essentiellen Fettsäuren, Mineralien, Spurenelementen und wertvollen Vitaminen. Eine Seefischmahlzeit von 200 Gramm deckt beispielsweise den täglichen Bedarf an hochwertigem Eiweiß zu 70 Prozent, an Vitamin D zu 50 bis 100 Prozent und an Jod zu 100 Prozent! Aber auch die Fischfette haben’s in sich. Sie enthalten die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren. Diese speziellen Fettsäuren sind wichtig für den Blutfettspiegel, die Blutgerinnung und den Blutdruck. Wegen seiner sehr guten Verdaulichkeit ist Fisch auch ideal für eine leichte, bekömmliche Ernährung.
Für Fisch versetzen manche Berge
Nicht nur in den großen Ozeanen, auch in Flüssen und Seen finden sich Leckerbissen, für die manche Genießer sogar Berge versetzen: So ließ der berühmte römische Feinschmecker Lukullus in der Umgebung seines Landsitzes gleich mehrere Hügel abtragen, um künstliche Wasserbecken für seine Tafelfische anzulegen. Und so mancher Fisch-Genießer würde heute gern zurück ins Mittelalter reisen. Dort war der Edelfisch Stör so alltäglich, dass man Arbeitgebern sogar verbot, ihren Bediensteten öfter als fünfmal in der Woche Stör aufzutischen.
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