Das weiße Blatt Papier, der Wunsch, etwas wirklich Außergewöhnliches zu texten – da kann es schnell zur Schreibblockade kommen.
Hier eine kleine Starthilfe, die schon manchem Texter auf die Sprünge geholfen hat. Ich bin sicher, sie wirkt auch bei Ihnen!
1. Warten Sie nicht auf die große Inspiration
Wer gleich den großen Wurf hinlegen will, macht sich selbst das Texten schwer. Keine Textzeile, kein Wort wird Ihnen auch nur annähernd gut genug klingen, um überhaupt notiert zu werden. Und Ihr weißes Blatt Papier ist auch nach Stunden noch weiß.
Am Anfang ist es egal, was Sie schreiben. Notieren Sie einzelne Textpassagen oder Worte, die Ihnen gerade durch den Kopf gehen.
Hauptsache, Sie bringen Ihren Computer und Geist in Schwung. Keine Sorge … Ihr Output wird mit jeder Idee besser, die Sie zu Papier bringen.
2. Fangen Sie mit etwas Einfachem an
Es gehört wirklich nicht viel dazu, das Wort “Überschrift” oder “Werbebrief” aufs Papier zu schreiben. Das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt anfangen zu schreiben. Das mechanische Arbeiten hilft Ihnen, Ihre Ideen zu beflügeln.
3. Schreiben Sie so als ob Sie mit einem guten Bekannten reden
Wenn Sie zum Beispiel eine Autoanzeige texten möchten, stellen Sie sich vor, Sie müssten das Auto Ihrem Kollegen bei einem Essen erklären. Notieren Sie einfach und in einfachen Worten, wie Sie das Auto beschreiben würden.
4. Schreiben Sie wie in einem Brief an Ihren besten Freund
Vergessen Sie die Millionen Menschen, die Ihre Anzeige im Stern, Fokus oder Spiegel lesen werden. Die Ehrfurcht vor so viel Publikum wird Ihren Schreibstil nur einengen. Schreiben Sie an den einzelnen Leser, wie an Ihren besten Freund.
- Was könnte Ihren Freund besonders interessieren?
- Wie kann er von Ihrem Angebot am meisten profitieren?
Werden Sie mitreißend und verwandeln Sie Ihren Brief dann einfach in eine Anzeige!
5. Vergessen Sie zunächst alles, was unbedingt in Ihren Text rein muss
Ignorieren Sie am Anfang die vielen technischen Details, die Ihr Text unbedingt enthalten soll. Die können Sie später immer noch einfügen. Sich gleich zu Beginn damit auseinanderzusetzen und den Text darum aufzubauen, blockiert nur Ihren Schreibfluss. Ihr Text wird dadurch zu sachlich, zu unemotional, zu langweilig.
6. Beschreiben Sie Ihr Produkt oder Angebot
Eine einfache Art, mit dem Texten zu beginnen, ist das Produkt zu beschreiben. Stellen Sie es – wenn es nicht gleich ein ganzes Auto ist – vor sich auf den Schreibtisch und machen Sie eine Liste der Produkteigenschaften: Farbe, Größe, Materialien usw. Dann suchen Sie nach einem Schlüsselwort, das das eine oder andere Ausstattungsdetail treffend beschreibt.
Angenommen, das Schlüsselwort heißt “schmal”. Schreiben Sie das Wort aufs Papier und notieren Sie alle Vorteile, die damit verbunden sind, wie tragbar, kompakt, leicht, handlich, passt in jede Westentasche usw.
7. Listen Sie die Vorteile auf
Machen Sie eine Liste der Vor- und Nachteile, die Ihr Produkt oder Ihr Service dem Kunden bringt. Die Vorteile, die der Kunde durch Ihr Angebot erhält. Aber auch die Nachteile: Was Ihrem Leser alles entgeht, wenn er Ihr Angebot NICHT nutzt.
8. Beschreiben Sie, was Sie am meisten an Ihrem Angebot fasziniert
Wenn Sie Ihre Leser begeistern wollen, müssen Sie selbst begeistert sein. Beginnen Sie Ihren Text mit einer Beschreibung, was Sie am neuen Produkt oder Angebot am meisten beeindruckt. So kommt automatisch mehr Begeisterung in Ihre Texte. Ihr enthusiastischer Stil wird sich wie von selbst auf die anderen, vielleicht nicht ganz so faszinierenden Details übertragen.
9. Beginnen Sie mit der Überschrift
Versuchen Sie aus einem Produktvorteil eine Überschrift zu machen. Probieren Sie das Gleiche auch mit den anderen Vorteilen, die Sie aufgelistet haben. Schreiben Sie jede Überschrift auf, die Ihnen dazu in den Sinn kommt. Sie können später immer noch auswählen, welche Überschrift die beste ist.
Damit ist auch klar, wie Ihr Text idealerweise beginnen sollte: Mit der “Auflösung” der Überschrift. Das heißt, der näheren Beschreibung Ihres in der Überschrift ausgelobten Vorteils.
Übrigens: Werfen Sie Ihre anderen Überschriften nicht weg. Sie ergeben ausgezeichnete Zwischenüberschriften, die Ihren Text auflockern und leichter lesbar machen!
10. Schreiben Sie schnell, korrigieren Sie später
So halten Sie Ihren kreativen Schreibprozess in Schwung. Alles bleibt im Fluss. Ihre Gedanken und Sätze knüpfen wie von selbst aneinander an und zwingen förmlich zum Weiterlesen. Hinterher können Sie immer noch das eine oder andere Wort austauschen, Wiederholungen vermeiden oder vielleicht sogar einen Absatz noch einmal völlig umschreiben.
Selbst wahre Meister des Textens redigieren ihre Texte fünf- bis sechsmal, bevor sie wirklich damit zufrieden sind. Ernest Hemingway schrieb die letzte Seite seines Buches “Wem die Stunde schlägt” 35 Mal um, bevor er damit zufrieden war.
11. Wenn es Ihre Zeit erlaubt: Schlafen Sie drüber
Frisch ausgeruht lesen Sie Ihren Text am nächsten Morgen wie jemand, der ihn zum ersten Mal sieht. Fast so wie Ihre Zielgruppe. Finden Sie Ihren Text dann immer noch gut – ist er es meistens auch. Wenn nicht: Gehen Sie noch mal ‘ran.
Es lohnt sich!
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